AI4VET in Čakovec: Lehrkräfte für einen verantwortungsvollen Einsatz von KI stärken

Vom 15. bis 19. Dezember 2025 fand in Čakovec, Kroatien, die erste Fortbildung zur Stärkung der Kompetenzen im Rahmen des Projekts AI4VET – Transforming Vocational Education Through AI and Future Classroom Labs statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Pučko otvoreno učilište Čakovec (POU Čakovec). Sie brachte 15 Fachkräfte aus der beruflichen Bildung aus Kroatien, Polen, Österreich, Rumänien und Litauen zusammen, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Organisation Asociația Institutul pentru Parteneriat Social Bucovina.

Das Programm zum Thema generative künstliche Intelligenz und die Transformation von Bildungsinhalten verband digitale Innovationen mit dem Unterrichtsalltag. Im Mittelpunkt standen der Einsatz von KI im Einklang mit klaren Lernzielen, fundierte pädagogische Entscheidungen und eine angemessene menschliche Kontrolle. Die Teilnehmenden untersuchten, wie neue Werkzeuge den Unterricht unterstützen können, wobei die Bildungsqualität und die Bedürfnisse der Lernenden stets im Fokus blieben.

Während der fünf Tage durchliefen die Teilnehmenden fünf aufeinander aufbauende Module. Zunächst beschäftigten sie sich mit den Grundlagen künstlicher Intelligenz, ethischen Fragen und der Formulierung wirksamer Anweisungen für KI-Anwendungen. Anschließend erprobten sie Möglichkeiten zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien, zur Unterrichtsplanung sowie zur Entwicklung multimedialer Inhalte, Quizfragen und Fallstudien für unterschiedliche berufliche Fachrichtungen.

Weitere Einheiten widmeten sich der Förderung aktiver Beteiligung durch Gamification und Simulationen, Ansätzen zur Leistungsbewertung und inklusiver Bildung. Besonderes Augenmerk lag auf der Zugänglichkeit von Lernmaterialien, etwa durch die Vereinfachung von Texten und deren Umwandlung in gesprochene Sprache. Solche Lösungen können Menschen unterstützen, die mit sprachlichen Barrieren oder Lernschwierigkeiten konfrontiert sind.

Der verantwortungsvolle Umgang mit künstlicher Intelligenz war ein zentrales Thema des gesamten Programms. Die Teilnehmenden diskutierten über Datenschutz, algorithmische Verzerrungen, fehlerhafte KI-generierte Antworten und die Risiken eines übermäßigen Vertrauens in automatisch erstellte Inhalte. Praktische Übungen wurden mit der Reflexion darüber verbunden, warum Materialien sorgfältig geprüft werden müssen und ob der Einsatz von KI tatsächlich zur Erreichung eines konkreten Lernziels beiträgt.

Der abschließende Teil der Fortbildung konzentrierte sich auf die Umsetzung des erworbenen Wissens in den Einrichtungen der Teilnehmenden. Jede Lehrkraft erstellte einen persönlichen Aktionsplan mit konkreten Schritten zur Integration von KI in die Unterrichtspraxis und zum Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen. Dabei wurden auch mögliche Hindernisse bei der Einführung neuer Lösungen im jeweiligen lokalen Kontext berücksichtigt.

Diese Fortbildung spiegelt die übergeordneten Ziele von AI4VET wider: Die berufliche Bildung soll dabei unterstützt werden, auf technologische Veränderungen zu reagieren und inklusivere, stärker personalisierte und ansprechendere Lernerfahrungen zu ermöglichen. Das von der Europäischen Union im Rahmen von Erasmus+ kofinanzierte Projekt verbindet die Kompetenzentwicklung von Lehrkräften mit der Erstellung praktischer Bildungsressourcen sowie der Entwicklung und Erprobung von Future Classroom Labs. Diese Lernumgebungen kombinieren KI-Anwendungen, digitale Werkzeuge und inklusive pädagogische Ansätze.

Die Erfahrungen aus Čakovec zeigen, wie wertvoll es ist, Lehrkräften Raum zum Experimentieren, für kritische Fragen und zur Anpassung neuer Technologien an ihre eigene Unterrichtspraxis zu geben. Mehr Sicherheit im Umgang mit KI ist ein wichtiger Schritt hin zu einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Weiterentwicklung der beruflichen Bildung.

Wir danken POU Čakovec, den Trainerinnen und Trainern sowie allen beteiligten Partnerorganisationen für ihren Beitrag zu dieser gemeinsamen Lernerfahrung!

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